Der erste Fotoabend des neuen Jahres hätte kaum inspirierender sein können. Es herrschte eine spürbare Aufbruchstimmung bei den Freitagsfotografen, als wir uns zusammenfanden, um die Weichen für ein fotografisch spannendes Jahr 2026 zu stellen. Eines wurde schnell klar: Das Programm, das aus der jüngsten Mitgliederumfrage hervorgegangen ist, verspricht eine perfekte Mischung aus technischer Tiefe, kreativen Experimenten und geselligem Miteinander.
Ein Lehrplan, der keine Wünsche offen lässt
Die Rückmeldungen aus der Community waren überwältigend positiv und bildeten das Fundament für einen Jahresplan, der sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene fordert. Den Auftakt macht ein fundierter Fotokurs, der weit über die Standardeinstellungen hinausgeht. Hier werden wir die komplexen Wechselwirkungen von Blende, Belichtungszeit, Brennweite und ISO im Zusammenspiel mit Tiefenschärfe und Sensorgröße theoretisch und praktisch durchdringen.
Doch die Theorie ist nur das Sprungbrett. Die Kreativprojekte im Studio klingen bereits jetzt nach jeder Menge Spaß und technischer Herausforderung:
- High-Speed-Fotografie: „Fallende Früchte und Würstel“ – Timing ist hier alles.
- Lichtsetzung: Experimente mit dem Lichtzelt.
- Lightpainting: Malen mit Taschenlampen in der Dunkelheit.
- Ästhetik: Ein tiefgehender Fokus auf Bildkomposition, Bildaufbau und den goldenen Schnitt.
Ein besonderes Highlight wird sicher der Ausflug zum Weingut Castell. Eine Fototour durch die historischen Weinberge, gekrönt von einer Weinprobe – die ideale Kombination aus Auge und Gaumen.
Die Kunst der „Positiven Bildkritik“
Ein zentraler Programmpunkt des Abends war der Beitrag von Hubert. Er führte uns in die Welt der „Positiven Bildkritik“ ein. Bildbesprechungen sind oft ein sensibles Thema, doch Hubert zeigte uns, wie man Bilder effektiv analysiert, ohne den Fotografen persönlich anzugreifen oder in leidige, subjektive Diskussionen zu verfallen.
Anhand fester Spielregeln und freier Bilder aus unserer Community haben wir direkt die ersten praktischen Übungen absolviert. Das Ziel ist klar: Wir wollen voneinander lernen, den Blick schärfen und konstruktives Feedback als Werkzeug zur Verbesserung unserer eigenen Fotografie nutzen.
Action auf dem Eis und Industriekultur pur
Auch die kommenden Praxistermine werfen ihre Schatten voraus. Dank der Kooperation mit der BTS Bayreuth wartet ein dynamisches Thema auf uns: Eiskunstlauf. Ob direkt von der Bande oder – für die Mutigen – mitten auf dem Eis: Hier gilt es, Action-Momente, spannende Details und die Eleganz der Bewegung einzufangen.
Im April zieht es uns dann an die bayerisch-thüringische Grenze. Die alte Papierfabrik Blankenberg öffnet für uns ihre Tore. Als „Lost Place“ bietet dieses Areal alles, was das Fotografenherz begehrt: Eine gigantische, rostende Papiermaschine, unendliche Kleinteiligkeit in den alten Büroräumen und das Spiel von Licht und Schatten vor den großen Fensterfronten der Industriehallen. Ein ganzer Tag, um den Duft vergangener Industriekultur fotografisch zu konservieren.
Fazit
Es war mal wieder ein sehr spannender Abend, der gezeigt hat, wie lebendig unsere Gruppe ist. Mit einem klaren Plan und viel frischer Energie starten wir in ein Jahr voller Motive. Wer diesen Abend verpasst hat, sollte sich spätestens für die nächsten Termine bereitmachen – 2026 wird bei den Freitagsfotografen definitiv ein Jahr der bleibenden Eindrücke.
Das wird ja ein tolles Jahr. Ist in kurzfristig schon ein fester Termin?
Liebe Grüße Gabi